Und währenddessen das Leben.

Shownotes

In dieser Folge von Herz über Kopf:

Warum der Herbst sich manchmal wie ein zweites Neujahr anfühlt

Was ein Elternabend mit Mut, Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu tun hat

Warum echte Verbindung so viel mehr ist als Erreichbarkeit

Was unsere Kinder zum Schuljahresbeginn wirklich brauchen

Weshalb Zuhören manchmal wertvoller ist als jeder gute Ratschlag

Wie wir zwischen Alltag und Verantwortung wieder bei uns selbst ankommen

Was uns der Herbst über das Loslassen und Neubeginnen erzählen kann

Zum Mitnehmen – drei Fragen für deinen Herbst:

Was möchte ich aus diesem Sommer bewahren?

Welche Menschen tun mir wirklich gut?

Wofür möchte ich in diesem Herbst mehr Raum schaffen?

Kleine Herbstmeditation

Am Ende dieser Folge erwartet dich eine kurze geführte Meditation. Ein Moment zum Innehalten, Durchatmen und Verbundensein – mit dir selbst und den Menschen, die dir am Herzen liegen.

Mehr über mich und meine Arbeit

Ich bin Antonia Wilhelm, Heilpraktikerin mit eigener Praxis im Landkreis Miesbach. In meiner Arbeit begleite ich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Zeit, Aufmerksamkeit und einem offenen Blick für das, was sie bewegt.

🌿 www.praxiswilhelm.de

Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du Herz über Kopf abonnierst oder sie mit einem Menschen teilst, dem du heute gerne ein bisschen Nähe schenken möchtest.

Von Herzen Antonia

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zurück bei Herz über Kopf.

00:00:07: Ich freue mich sehr, dass wir heute wieder hier zusammen sind!

00:00:12: Ja ich weiß es ist schon eine ganze Weile her seit wir uns hier gehört haben.

00:00:17: Das liegt einfach daran das ich den vergangenen Sommer einfach sehr intensiv genossen habe.

00:00:26: Da war viel Leben zu leben Da waren viele lange Abende.

00:00:32: Reisen, Begegnungen neue Orte, neue Menschen Gespräche kleine und große Abenteuer Und auch ein paar Momente die ich ganz fest in meinem Herzen halte.

00:00:48: Ja und an solchen Tagen da bleibt einfach für alles andere ganz wenig Platz zum Beispiel auch Für diesen Podcast.

00:00:59: Aber es ist ja Wie wir wissen so, dass die schönsten Geschichten eben dann entstehen wenn wir einfach mittendrin sind in unserem Leben.

00:01:11: Ja und jetzt ist er da der Herbst!

00:01:15: Die Luft riecht schon eine Weile anders und das Licht wird weicher.

00:01:22: Tja auch die Schulranzen stehen wieder im Flur Und die Kalender werden immer voller.

00:01:30: Findest du nicht auch, dass der Herbst sowas ist wie ein Neujahrsfest?

00:01:37: Eine Zeit voller Aufbrüche.

00:01:41: Veränderungen ja Neuanfänge und auch kleine Abschiede!

00:01:47: Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen über das was bleibt und über das, was neu beginnt immer wichtiger wird, und zwar echte Begegnungen.

00:02:08: Der Elternabend Eine kleine Geschichte Anfang der Woche saß ich beim ersten Elternabend des neuen Schuljahres.

00:02:20: Da gab es viele Neugesichter, viele Informationen – und ja!

00:02:26: Irgendwann kam sie diese eine unvermeidliche Frage der Klassenelternsprecher werden möchte.

00:02:40: Ja, genau!

00:02:41: Da war es dann still – sehr still, Sunker.

00:02:47: Wir schauten uns gegenseitig an ganz erwartungsvoll mit Fragezeichen in den Augen.

00:02:53: ja das kennst du bestimmt auch wenn du ein Schulkind hast.

00:02:58: alle hoffen irgendwie dass sich gleich jemand anderes meldet.

00:03:03: Tja, irgendwie ist das nicht passiert und irgendwann dachte ich Ja, okay.

00:03:09: Warum eigentlich nicht?

00:03:11: Also habe ich mich gemeldet!

00:03:14: Und jetzt bin ich Klassenelternsprecherin und da musste ich dann irgendwie ganz schön schmunzeln weil das ist eigentlich so ein Moment in dem wir alle irgendwie versuchen zu vermeiden aber... Ich hab' in dieser Aufgabe auch etwas sehr Schönes entdeckt.

00:03:36: Wir wünschten uns ja für unsere Kinder dass sie Freunde finden, dass sie sich wohlfühlen und dass sie Teil einer Gemeinschaft werden.

00:03:45: Und vielleicht dürfen wir Erwachsenen ihnen genau das vorleben?

00:03:52: Wie geht das?

00:03:54: Für mich heißt es, dass wir aufeinander zugehen, dass Wir Interesse zeigen – auch Verantwortung übernehmen, einander kennenlernen!

00:04:07: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Gemeinschaft dort entsteht wo wir anfangen uns füreinander zu interessieren.

00:04:17: Und zwar wirklich für einander zu interessiert.

00:04:20: klar haben wir heute WhatsApp Gruppen und Eltern Portale und noch viel mehr Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren.

00:04:29: Trotzdem fehlt uns manchmal etwas ganz Wesentliches Verbindung ist nämlich viel mehr als nur Erreichbarkeit.

00:04:43: Echte Begegnung findet da statt, wo wir einander wirklich unsere Aufmerksamkeit schenken.

00:04:55: Gerade zum Schuljahresbeginn erlebe ich in meiner Praxis wie viele Erwartungen auf Kindern und Jugendlichen liegen.

00:05:04: Sie sollen gut ankommen Freunde finden sich natürlich gut konzentrieren leistungsfähig sein und selbstständig werden.

00:05:16: Dabei brauchen unsere Kinder vor allen Menschen, bei denen sie einfach sein dürfen mit ihrer Freude, mit ihren Sorgen aber auch mit ihrer Wut und ihren Unsicherheiten.

00:05:31: Sie brauchen Menschen die zuhören bevor sie Antworten geben.

00:05:38: vielleicht Fragen wir sie heute Nachmittag einmal etwas anderes als, wie war die Schule?

00:05:47: Vielleicht fragen wir was war heute besonders schön oder gab es etwas das dich beschäftigt hat?

00:06:00: und dann einfach mal zuhören.

00:06:04: Ich glaube dieses Gefühl wirklich gesehen zu werden ist eines der schönsten Geschenke, die wir einem Menschen machen können.

00:06:15: Das erlebe ich auch so in meiner Arbeit.

00:06:18: Manchmal verändert sich schon etwas, wenn ein Mensch einfach nur seine Geschichte erzählen darf – wenn jemand aufmerksam zuhört und Raum gibt!

00:06:31: Und jetzt möchte ich Dich mal was fragen….

00:06:34: Wann hast Du Dir selbst zuletzt diese Aufmerksamkeit geschenkt?

00:06:40: Wann Hast Du Dich gefragt wie es dir eigentlich geht und was Du gerade

00:06:45: brauchst?!

00:06:48: Ein bisschen Ruhe, ein gutes Gespräch oder eine Umarmung.

00:06:55: Mehr Leichtigkeit!

00:06:58: Wir kümmern uns um so vieles und um so viele andere Menschen Und wir dürfen auch daran erinnern dass auch wir selbst Zuwendungen brauchen was uns der Herbst erzählen kann.

00:07:17: Ich liebe den Herbst dieses goldene Licht den Duft der Erde, das Rascheln der Blätter und ich liebe was uns die Natur in dieser Zeit erzählt.

00:07:34: Ein Baum hält seine Blätter nicht fest wenn ihre Zeit gekommen ist.

00:07:39: er lässt sie fallen ganz selbstverständlich und erleuchtet dabei.

00:07:49: vielleicht dürfen auch wir uns fragen was wir aus diesem Sommer mitnehmen möchten was wir jetzt loslassen dürfen, alte Erwartungen vielleicht oder Vorstellungen davon wie etwas sein sollte.

00:08:09: Auch den Anspruch immer alles richtig zu machen!

00:08:14: Denn Loslassen bedeutet manchmal einfach Platz zu schaffen für neue Erfahrungen, neue Gedanken, neue Menschen und... Eine Erkenntnis nehme ich auf jeden Fall aus diesem Sommer mit.

00:08:38: Wir müssen nicht erst irgendwo ankommen, damit unser Leben erst beginnen kann!

00:08:45: Es findet nämlich längst schon statt – genau jetzt in all den kleinen Momenten und vor allem in den Begegnungen die wir miteinander teilen.

00:09:05: Wenn du magst lade dich jetzt ein einen kleinen Moment ganz bei dir anzukommen.

00:09:15: Mach es dir bequem und wenn du gerade unterwegs bist, bleib aufmerksam bei dem was du tust und höre einfach zu Wenn Du an einem sicheren ruhigen Ort bist kannst Du deine Augen schließen Einmal tief ein, langsam wieder aus und aus.

00:09:58: Stell dir vor, du gehst an einem wunderschönen Herbstmorgen einen kleinen Weg entlang.

00:10:07: Goldenes Licht fällt durch die Bäume Die Luft ist klar Unter deinen Füßen rascheln die Blätter Du gehst ganz in deinem eigenen Tempo.

00:10:25: Mit jedem Schritt wird es leichter.

00:10:34: Eine kleine Bank und setzt die Sonne Wärmt sanft dein Gesicht, bei dem du selbst sein kannst.

00:11:01: Vielleicht wird ein Gesicht auf das Gespräch.

00:11:20: Spüre für einen Moment dieses Gefühl von Verbundenheit.

00:11:37: Richte deine Aufmerksamkeit auf dich selbst.

00:11:42: Frage dich ganz liebe Fraure ich in diesem Herbst damit es mir gut geht.

00:11:57: Ruhe oder einfach auch ein bisschen mehr Zeit für Dich.

00:12:17: Lege eine Hand auf dein Herz, wenn du magst und sag dir innerlich ich darf meinen eigenen Rhythmus finden.

00:12:30: Ich darf wachsen und mich verändern!

00:12:35: Ich darf gut für mich sorgen und ich darf mich verbunden fühlen.

00:12:44: Nimm noch einen tiefen Atemzug.

00:12:49: spüre den Boden unter dir langsam wieder zurück.

00:13:06: Nimm dir doch in den kommenden Tagen einen Moment für drei kleine Fragen.

00:13:14: Die erste Frage lautet, was möchte ich aus diesem Sommer bewahren?

00:13:24: welche Menschen tun mir wirklich gut?

00:13:29: und die dritte frage wofür möchte ich in diesem herbst mehr Raum schaffen?

00:13:38: vielleicht teilst du diese fragen auch mit einem menschen der dir nahe steht.

00:13:43: Meine Erfahrung ist, dass aus den einfachsten Fragen manchmal die schönsten Gespräche entstehen.

00:13:51: Und so wünsche ich dir einen Herbst voller Wärme, Zuversicht und echter Begegnungen mit Menschen bei denen du lachen nachdenken, wachsen und vor allem einfach du selbst sein darfst.

00:14:09: Denn am Ende erinnern wir uns wahrscheinlich nicht daran Wie viele Dinge wir erledigt haben, Wir erinnern uns an Menschen.

00:14:19: An Gespräche Ein Lachen.

00:14:30: Was unser Leben reich macht Sind die Menschen Mit denen wir es teilen.

00:14:39: Und wie schön dass Du diese Minuten mit mir geteilt hast.

00:14:46: Pass gut auf Dich aus Herz zu Herz und bis ganz bald Deine Antonia.

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